Fahrtenwoche und Wandertag am Mannlich

September 13, 2018 in News von Isabelle Becker

Während die 12er Kurse in Begleitung ihrer Tutoren schon Anfang der Woche in Richtung Gardasee aufgebrochen waren, hieß am Mittwoch auch für den Rest der Schulgemeinschaft: Endlich ist Wandertag!!

Für die Klasse 6a ging es an diesem sonnigen Morgen, der uns noch über 30 Grad Celsius bescheren sollte, in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Frau Wagner und ihrer Deutschlehrerin Frau Sellier zunächst zu Fuß nach Schwarzenacker in das dortige Römermuseum. Dort erwartete die Schülerinnen und Schüler ein sehr abwechslungsreiches Programm, das mit einer gut verständlichen Einführung in die saarländisch-römische Geschichte begann. Aber bevor es so weit war, hieß es zunächst: Umkleiden! Alle Mannlicher erhielten eine Tunika, damit man sich gleich heimischer im Römerdorf fühlte. Frau Dilly, die uns den ganzen Vormittag begleitete, erklärte ausführlich, woher der Name Schwarzenacker stammt und wie der Ort in der römischen Antike ausgesehen hatte. Man  erfuhr von den baulichen Besonderheiten, bekam die Fußbodenheizung erklärt und lernte, wie die Römer ihren Alltag gestaltet haben. In der Taverne gab es sogar noch eine römische Verköstigung: Mit Essig gemischtes Wasser!

Aber damit noch nicht genug Praxisnähe, denn nach einer kurzen Pause schlüpften die Schüler und Schülerinnen in die Rolle antiker Bildhauer. Jeder erhielt ein Stück Ytong, das er mit Hammer und Meißel nach Lust und Laune bearbeiten durfte. Hier erwiesen sich nun die Tuniken als besonders brauchbar, denn sie schützten die Kleidung vor dem bei der Arbeit entstehenden Staub. Natürlich durften die jungen Handwerker ihre „Meisterstücke“ mit nach Hause nehmen. Aber bevor wir gemeinsam den Rückweg antraten, wartete noch eine letzte Station auf uns: der Spielesaal. Dort waren verschiedene antike Brettspiele aufgebaut, die sofort mit Beschlag belegt wurden. Dabei zeigte sich rasch, dass einige Schüler und Schülerinnen besonders spielfreudig waren, denn manche probierten alle dargebotenen Brettspiele aus.

Nach drei Stunden intensivem Eintauchen in die römische Antike ging es wieder zurück in die Schule, schwer bepackt mit dem Ytong-stein. Außer vielen neuen Eindrücken nahmen die Mannlicher aber vor allem eins ganz stolz mit auf den Weg: ein großes Kompliment von Frau Dilly, die die Aufnahmebereitschaft und das lebhafte Interesse ihrer Besucher an diesem Morgen besonders lobte.