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05.12.2011
Buchrezensionen
Rachel Ward: Numbers - Den Tod vor Augen
Numbers - Den Tod vor Augen ist die Fortsetzung von Numbers - Den Tod im Blick. Wer zuvor den ersten Teil nicht gelesen hat, kann trotzdem ohne Probleme die Handlung verstehen, da sie nicht auf der des ersten Buches basiert.
Das Buch wird aus zwei Sichten geschrieben: Aus der von Adam, der Hauptfigur, und der von Sarah, die allerdings auch eine wichtige Rolle spielt.
Wenn Adam in die Augen eines Menschen sieht, erscheint ihm das Todesdatum der Person.
Doch auch Sarah hat eine Art Gabe: Im Schlafzustand widerfährt ihr immer wieder den gleichen Albtraum, in dem Adam und das jüngste Gericht auftaucht. Und alles soll am 01.01.2028 passieren. Sie hat Angst vor ihm und als er dann auch noch in ihrer Schule auftaucht ergreift sie die Flucht.
Doch sie kann nicht nach Hause, denn ihr Vater hat sie misshandelt und sie ist schwanger von ihm. Ihr Leben scheint aussichtslos.
Doch auch Adam hat es nicht leicht, denn er hat Ärger in der Schule und in London sieht er überall Menschen, deren Todesdatum der 01.01.2028 ist. Er ahnt, dass etwas an diesem Tag passieren wird, und die Zeit etwas dagegen zu unternehmen, rennt ihm davon.
Fazit:
Numbers – den Tod vor Augen erzählt von einer faszinierenden und außergewöhnlichen Geschichte, zweier ungewöhnlicher Menschen. Es ist absolut spannend geschrieben und beim Lesen hatte ich das Gefühl dabei zu sein und alles mitzuerleben.
Rachel Wards zweites Meisterwerk würde ich jedem, den ich kenne, sofort weiterempfehlen.
(Catharina Brödlin)
Suzanne Collins: Die Tribute von Panem
Katniss Everdeen ist noch sehr jung, doch trotzdem kümmert sich sich täglich um ihre Mutter und ihre kleine Schwester, denn seit dem Kohlebergwerkunglück, bei dem ihr Vater starb, lässt ihre Mutter sich hängen.
Sie leben im letzten der zwölf Distrikte in Panem, dem ärmsten Bezirk. Täglich verhungern dort Menschen, denn die Essenration, die das Kapitol (die Regierung) ihnen, reicht nicht zum Überleben aus. An den Distrikt grenzt ein Wald, doch es ist unter Todesstrafe verboten ihn zu betreten. Doch dies ignoriert Katniss. Sie geht dort jeden Tag gemeinsam mit ihrem Freund Gale jagen und tauscht ihre Beute gegen andere Dinge auf einem geheimen Markt.
Jedes Jahr werden bei der Ernte je ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikt ausgelost um bei den Hungerspielen anzutreten. Doch es kann nur einer überleben … und als ihre kleine Schwester Prim gezogen wird, meldet sich Katniss freiwillig, um an ihrer Stelle in die Arena zu gehen und sie vor dem sicheren Tod zu bewahren. Auch Katniss rechnet mit ihrem Tod, doch sie muss ihrer Schwester versprechen, dass sie überlebt...
Mehr mag ich gar nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen. Mir hat es so gut gefallen, dass ich mir gleich noch den zweiten und dritten Band ausgeliehen habe.
(Karina Klein)
Manuela Martini:Sommernachtsschrei
Die Autorin Manuela Marini wurde 1963 in Mainz geboren. Heute lebt sie in Spanien und schreibt Krimis und Romane für Erwachsene und Kinder.
Ein Jahr ist vergangen, seit Franziska beschuldigt wurde ihren Frenud Maurice mit einem Ruder totgeschlagen zu haben. Sie hat jedoch eine Amnesie und kann sich an die entscheidende Nacht nicht mehr erinnern. Sie fährt an den Unfallort zurück , denn sie denkt, so kann sie sich wieder erinnern. Als sie dies versucht, will sie jemand daran hindern, denn sie erhält Drohbriefe.
Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive der Protagonistin Franziska Krause erzählt. Während sie das jetztige Geschehen schildert, driftet sie oft in die Vergangenheit ab, was zum besseren Verständnis der Handlung dient. Sie wird als Außenseiterin dargesellt, denn alle ihrer Freunde sind reich nur ihre Eltern nicht, aus diesem Grund versucht sie Alles dafür um in die Clique von Leonie aufgenommen zu werden.
Alles in einem finde ich die Geschichte sehr schön, denn man wird gleich von Anfang an in das Geschehen einbezogen. Im Mittelteil sind jedoch viele Passagen enthalten, die man hätte spannender gestalten können. Am Schluss nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.
(Sarina Greco)
Scott Westerfield: Ugly
Tally ist 15 und eine "Ugly". An ihrem 16.Geburtstag wird sie einer Schönheitsoperation unterzogen, genau wie alle anderen Uglys. Sie werden zu Prettys. Dann dürfen sie in New Pretty Town leben, wo sie Partys feiern, Spaß haben und ins Bett gehen können, wann immmer sie möchten. Ein Leben ohne Regeln. Wer möchte das nicht?
Als Tally von einem verbotenen Besuch in New Pretty Town zurückkehrt, trifft sie Shay, die genau so alt ist und am gleichen Tag Geburtstag hat. Doch Tally muss immer wieder feststellen, dass Shay sich nicht auf ihre Schönheit freut. Sie will sogar fliehen.
Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, Vergangenheit, aus der Sicht von Tally.
Westerfeld beschreibt die Umgebung und manche Gegenstände sehr genau. Man hätte an diesen Stellen durchaus etwas weglassen können.
Es geht in diesem Buch um ein System, in dem Menschen keine Freiheit und keine Rechte mehr haben. Durch dieses Buch können Jugendliche und Erwachsene lernen, was es heißt, Liebe, Spaß und echte Freunde zu haben. Auch wird dargestellt, dass Schönheit nicht alles ist und man auch auf innere Werte acht geben sollte.
Die Gefühle und Gesten der Charaktere werden hier gut beschrieben. Die Hauptfiguren wirken freundlich und sympathisch.
Kurz: An manchen Stellen etwas langatmig, aber trotzdem eine spannende Geschichte, die uns zeigt, wohin der Schönheitswahn führen kann.
(Kathrin Walle)
Martin Suter: Small World
In dem Buch „ Small World“ wird der langsame Verlust des Gedächtnisses durch die Krankheit Alzheimer beschreiben.
Konrad Lang hütet über den Winter eine Villa auf der griechischen Insel Korfu. Als diese abbrennt, reist er in die Schweiz zu Elvira Senn, seiner Arbeitgeberin, die ihm fortan das Leben dort erleichtert. Er erhält eine Wohnung sowie Taschengeld, alles finanziert von Frau Koch. Als er sich ändert, lernt er eine Frau kennen, wird dann jedoch nach kürzerem Zusammenleben zuerst ins Altersheim abgeschoben, dann in eine explizit für ihn eingerichtete Privatklinik im Gästehaus der Kochs versorgt.
Fortan lebt er dort unter der Aufsicht von Pflegepersonal und Simone Koch, der Frau Urs Kochs, der Enkel Elvira Senns. Der Zustand von Konrad schreitet fort und kann auch nicht durch die Therapie gestoppt werden. Nur verlangsamt.
Der Roman ist sehr anschaulich geschrieben, zählt jedoch meiner Meinung nach nicht zu den Kriminalromanen ,sondern eher zu den Romanen; weil man von einem kriminalistischen Fall hier kaum erfährt, nur am Ende der Geschichte über ein paar Seiten. Suter hat in seinem Buch ausführlich und gut verständlich den Verlauf der Alzheimerkrankheit geschildert.
Wer sich von dem Buch den großen Krimi des Jahrhunderts verspricht, den muss ich enttäuschen. Eher eignet sich das Buch für Romanliebhaber.
(Lukas Himmelreich)
„Susan Beth Pfeffer: Die Welt wie wir sie kannten
Was würde geschehen, wenn die „Die Welt wie wir sie kannten“ aufhörte zu existieren? Wie würden wir uns in einem Leben zurecht finden, in dem es plötzlich alltägliche Dinge wie Strom- und Wasserversorgung nicht mehr gibt und jeder auf sich selbst gestellt ist?
In genau dieser Situation befindet sich die 16-jährige Miranda. Nachdem ein Asteroid den Mond aus seiner Umlaufbahn geworfen hat, bricht auf der Erde das Chaos aus. Während Menschen weltweit versuchen sich vor Unwettern, Erdbeben und Überflutungen zu retten, scheint die ganze Zivilisation Stück für Stück zusammenzubrechen, Infrastrukturen funktionieren nicht mehr, zur Schule zu gehen wird unmöglich und die Nahrungsmittel werden knapp. Auch Miranda, ihre beiden Brüder und ihre Mutter aus Pennsylvania versuchen allein und nur mit dem Nötigsten zurecht zu kommen. Während sich die Situation ständig verschlechtert, muss die Familie näher zusammenrücken und plötzlich merken sie, wie kostbar frisches Wasser, ein warmer Ofen oder auch nur eine einzige Konservendose Bohnen sein können.
„Die Welt wie wir sie kannten“ von Susan Beth Pfeffer ist das Tagebuch von Miranda und auf jeden Fall wert gelesen zu werden. Obwohl es sich erst mal nach einem typischen „Welt-untergangsdrama“ anhört, ist es sehr realistisch und trotzdem spannend. Je länger man sich mit der Geschichte befasst, desto mehr lernt man es zu schätzen nie wirklich hungern oder frieren zu müssen.
(Hanna Leibrock)