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SZ 06.02.2010: "Geraubte Kindheit"

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Hochschul-Informations-Besuch (HIB)

Der HIB ist eine spezifische Veranstaltungsreihe für Schüler der gymnasialen Oberstufe. Der HIB 2010 findet vom 01. Februar bis 25. März 2010 statt.
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E-Learning am Mannlich-Gymnasium

Derzeit arbeitet das Christian von Mannlich-Gymnasium mit zwei unterschiedlichen E-Learning-Plattformen. Einfach mal testen!

Inhalt

CVM im Europäischen Parlament

18.12.2009
Als Abschluss der Unterrichtseinheit „Friedenssicherung durch Integration: Die Europäische Union“ im Kurshalbjahr 11/1 unternahm der Politikkurs von Frau Bossung  zusammen mit dem Jugendoffizier der Bundeswehr eine  Lehrfahrt zum Europäischen Parlament nach Strasbourg.

Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt erreichten wir, noch völlig erschöpft, Straßburg. Wir begonnen dort mit einer Tagestour, die von einer Deutsch-Französischen Stadtführerin geleitet wurde. Unteranderem führte sie uns durch die Kathedrale und erzählte uns die Geschichte Straßburgs. Dann begannen wir zu Fuß die Stadt zu erkunden .Um  halb eins ging es dann mit dem Bus weiter zum europäischen Parlament, welches der besondere Höhepunkt für uns alle war. Alle waren verwundert und überrascht, weil sich niemand das Parlament so groß vorstellte. Zuerst mussten wir am Eingang durch eine Kontrolle, die man mit einer üblichen Flughafenkontrolle vergleichen konnte. Kurz darauf empfang uns einer der beiden Mitarbeiter von Frau Pack, Florian Jung, der uns durch das Parlament führte. Frau Pack ist eine der drei saarländischen Abgeordneten der CDU und zählt mit weiteren 265 Mitgliedern zu der ÖVP/EVP, die die größte Gruppe im Parlament ist. Zu ihren zuständigen Themen gehörten die Kultur, die Bildung, die Jugend, der Sport und die Beziehungen zu den Balkan Staaten.

 Das aufregendste an diesem Tag war für die meisten der Besuch des Plenarsaals, in dem zu diesem Zeitpunkt verschiedene Abstimmungen stattfanden. Wir konnten die Abstimmungen, die in 23 Sprachen übersetzt wurden, durch Kopfhörer verfolgen und uns schon einmal mit der Arbeit Frau Packs, die sie uns im Laufe des Tages in einem persönlichen Gespräch mit ihr noch genauer erklärte, vertraut machen. Weil es kurz vor der Weihnachtszeit war, waren leider nur wenige Abgeordnete der 700, die dem Parlament angehören, an zu treffen. Nach Beendigung der Abstimmungen wurden wir von Florian Jung in einen Besucherraum geführt und kamen auf dem Weg dahin am roten Teppich vorbei, der für die Präsidenten oder für besondere Gäste ausgelegt war. Frau Pack traf schließlich unter großem Stress ein, wirkte trotzdem sehr gelassen auf uns. Zunächst erzähle sie etwas über sich selbst und über ihr Leben, wie sie zur Politik kam und was ihre Aufgaben im Parlament sind. Sie ist für die Bereiche Kultur und Bildung zuständig (So brachte Frau Pack im Bildungsausschuss zahlreiche Programme wie Comenius und Erasmus auf den Weg, von denen junge Menschen in Europa in Zukunft noch stark profitieren werden.), in erster Linie aber für die Südosteuropapolitik, weshalb sie häufig in diese Länder reist und dort großen Zuspruch bei der Bevölkerung findet.

Wir waren alle beeindruckt von ihrem Terminplan und ihrem spannenden Alltag. Anschließend stellte sich Frau Pack den Fragen des interessierten Publikums, das von dieser einmaligen Gelegenheit, mit einer Abgeordneten des EP zu diskutieren, rege Gebrauch machte. Viele Schüler stellten Fragen an Frau Pack, die immer freundlich und mit großem Sachverstand Rede und Antwort stand. Eine ihrer ersten Aussagen, die sie uns gegenüber äußerte war, dass es keinen Krieg mehr gäbe, seit die Europäische Union bestände und sie stellte sich hieraus die Frage ob dies ein Wunder wäre. Obwohl Herr Jung uns schon zuvor erklärte hatte wie man die Abstimmungen im Plenum zähle, kam die Frage hiernach erneut auf und Frau Pack erläuterte alles genauestens. Sie sagte, dass die Abstimmung durch Meldungen oder durch das Drücken eines Abstimmgerätes erfolge und jeder nur von seinem Platz aus spräche und das Rednerpult nur für ein Staatsoberhaupt geschaffen wäre. Zu der Frage wie sie zum Eintreten des Lissabonner Vertrag stände sagte sie, das es Zeit wurde , dass dieser Vertrag in Kraft tritt, da er regelrecht so wichtig ist wie das Amen in der Kirche. Nach dem wir unsere Runde mit Frau Pack beendet hatten machten wir noch ein Foto zusammen und verabschiedeten uns schließlich von ihr.

Zum Ausklang des Tages durften wir dann noch zwei Stunden den schönen Weihnachtsmarkt Straßburgs besuchen und den ein oder anderen Glühwein trinken. 
Abschließend können wir sagen, dass wir einen schönen Tag zusammen in Straßburg erlebten und es sehr interessant war die Politik einmal in einer anderen Art und Weise kennen zu lernen.

Wir möchten uns hier noch ganz herzlich bei Doris Pack, die sich die Zeit für uns nahm um eine Diskussion mit uns einzugehen und zusätzlich auch bei Frau Bossung und der Bundeswehr für den schönen, gelungenen Ausflug bedanken.

Yeliz Arslan und Manuela Müller