Eltern und Schüler der 4. Klassen besuchten das GymnasiumAppetit auf Bildung - so könnte man das heimliche Motto des Schnuppernachmittags am Mannlich-Gymnasium formulieren. Experimente in den Naturwissenschaften, erste Erfahrungen im freien Benutzen der englischen Sprache, Gestaltungsübungen am PC oder Springen auf dem großen Trampolin unter fachkundiger Anleitung - die eingeladenen Kinder der vierten Grundschulklassen konnten sich spielerisch mit gymnasialen Inhalten auseinander setzen und waren mit großer Begeisterung bei der Sache. Den Eltern wurde durch den neuen Schulleiter Peters eine Einführung in die gymnasiale Schulwelt im Allgemeinen und die Angebote des Mannlich-Gymnasiums im Besonderen geboten, denn sie interessierten sich zwar auch, aber nicht nur für Experimente, sondern natürlich für die künftige Schullaufbahn ihrer Kinder an der Schnittstelle zwischen Grundschule und weiterführenden Angeboten.
Verblüffend, was Physiklehrer Christian Klinck den Kindern zur Probefahrt anzubieten hatte: War es doch älteren Schülern des Mannlich-Gymnasiums tatsächlich gelungen, aus einem alten Brett, diversen Lagen Klebeband und dem Motor eines schrottreifen Staubsaugers ein Luftkissenfahrzeug zu konstruieren mit dem man über den Boden schweben konnte - eine Sache für mutige Schnupperer, gab der Sperrmüll-Hoover-Craft doch wirklich merkwürdige Töne von sich und müsste auch noch an der Fahrstabilität verbessert werden, aber funktioniert hat er tatsächlich.
Bezüglich der Lautstärke ein wenig ruhiger ging es da schon im Computerraum zu, aber richtig was los war für die Viertklässler auch dort. Denn für die Quirligkeit sorgten die Betreuer der Klasse 7b, die den künftigen Neuen Einführungen in das Internet, die Bearbeitung von digitalen Fotos und die Anfertigung von Powerpoint-Präsentationen gaben - und das in einem Lerntempo, das bei manchen Erwachsenen, die vor dem großen Durchbruch der Computer Schule erlebt haben, nur ein ungläubiges Staunen hervorrufen konnte.
Im Elternvortrag, der durch den Schulleiter Wolfram Peters gehalten wurde, ging es um das besondere Profil des Mannlich-Gymnasiums als eine Schule mit Schwerpunkt auf englischer Sprache verbunden mit der Möglichkeit, aber nicht der Pflicht, auch Unterricht anderer Fächer, namentlich Erdkunde, Geschichte und Politik in englischer Sprache zu erhalten. Peters konnte berichten, dass dieses Angebot von etwa 40 % der Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 auch tatsächlich angenommen wird, also beileibe keine Minderheiten-Maßnahme bildet, sondern breit akzeptiert ist. Nicht nur unterrichtlich beschreitet das Mannlich-Gymnasium so nicht alltägliche Wege, sondern auch erzieherisch: Das wird deutlich dadurch, dass die Schule sich auf den Weg gemacht hat, eine UNESCO-Projektschule zu werden, mit neuen Akzenten wird zu rechnen sein. Unterstützung finden alle Maßnahmen dadurch, dass auch baulich und mit Blick auf die Ausstattung nach der gerade abgeschlossenen dämmenden Fassadenerneuerung auch ein Umgestaltungsprozess im Inneren eingesetzt hat, der nach dem Ende der klassischen Oberstufenausbildung auf neue Anforderungen zu reagieren weiß. Viel Arbeit für die Schule, viel Aufwand für den Landkreis, der sich den Herausforderungen stellt, aber lohnend für die Schülerinnen und Schüler jetzt und in kommenden Generationen.