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SZ 22.11.2011 "Juniorunternehmen"


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Elternsprechtag am Samstag, den 11.02.2012.

   
 
 


Inhalt

Bilinguale Erdkunde (Englisch)


Im Schuljahr 2003/2004 wurde in der Klassenstufe 7 der bilinguale Sachfachunterricht in Erdkunde eingeführt. Inzwischen wird bilinguale Geographie bis in die Klassenstufe 10 unterrichtet.

Der bilinguale Erdkundeunterricht (Englisch-Deutsch) der 7. und 8. Jahrgangsstufe orientiert sich bezüglich der Vermittlung geographischer Kenntnisse, Einsichten und Fertigkeiten in erster Linie an den Vorgaben des Saarländischen Lehrplans Erdkunde am achtjährigen Gymnasium für die 6. und 7. Jahrgangsstufe, geht aber immer wieder sowohl inhaltlich als auch didaktisch-methodisch seine eigenen Wege.

Der Fremdsprache Englisch wird im bilingualen Sachfachunterricht als Arbeitssprache eine kommunikative Funktion zugewiesen. Der Gebrauch der ersten Fremdsprache als Arbeitssprache im Erdkundeunterricht wirkt auf die Schüler und Schülerinnen sehr motivierend. Können sie doch jetzt endlich einmal anwenden, was sie im Englischunterricht gelernt haben.

In der 7. Jahrgangsstufe wird Erdkunde dreistündig bilingual unterrichtet, in der 8. Klasse zweistündig. Die in der Jahrgangsstufe 5 im zweistündigen Erdkundeunterricht vermittelten Grundbegriffe und fachspezifischen Arbeitsweisen müssen nach der einjährigen Zäsur - der einstündige Erdkundeunterricht in der Jahrgangsstufe 6 fällt für bilinguale Klassen weg - zu Beginn der 7. Jahrgangsstufe gleichzeitig reaktiviert und fremdsprachig aufgearbeitet werden. Es ist daher sinnvoll und dringend notwendig, erst nach einer ausführlichen propädeutischen Einheit im ersten Schulhalbjahr der 7. Jahrgangsstufe die Lerninhalte des Lehrplans Erdkunde der Klassenstufen 6 und 7 auf die Jahrgangsstufen 7 und 8 auszudehnen. Dabei sollen die verbindlichen Lerninhalte je nach vorhandener Sprachkompetenz der Klasse durch weitere Themen oder zusätzliche Fallbeispiele ergänzt werden, auch für Projektarbeit ist ein größerer zeitlicher Anteil eingeplant.

Die für die Durchnahme der verbindlichen Unterrichtsinhalte vorgesehenen Stundenzahlen (7. Jahrgangsstufe: 60 / 8. Jahrgangsstufe: 40) umfassen nur knapp Zweidrittel der gesamten Unterrichtsstunden eines jeden Jahrgangs. Je nach Sprachkompetenz der jeweiligen Klasse muss die Lehrkraft entscheiden, ob eher Wert auf verstärkte Übungsphasen gelegt werden muss oder ob zusätzliche Fallbeispiele durchgenommen werden können. Da bei den meisten Themen mit authentischen englischsprachigen Texten gearbeitet wird, sollte der zeitliche Rahmen auch Exkurse aus aktuellen Anlässen (Vulkanausbruch, Erdbeben, Globalisierungsgipfel, Energiewirtschaftsdebatte o.Ä.) zulassen.

Der bilinguale Erdkundeunterricht in der Arbeitssprache Englisch in der Klassenstufe 9 und 10 knüpft in seiner Konzeption eng an die Inhalte und Methoden der vorherigen Jahrgangsstufen an. Ausgehend von einem kontinuierlichen bilingualen Sachfachunterricht Erdkunde seit der Klassenstufe 7 haben die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Klassenstufe 9 eine gewisse Sicher­heit im Umgang mit geographischen Methoden und Arbeitsweisen erlangt. So sollten sie mit ihrem englischsprachigen Atlas ebenso vertraut sein wie mit dem deutschsprachigen. Sie sollten topographische, physische und thematische Karten in der Arbeitssprache Englisch beschreiben und in Grundzügen interpretieren können. Auch andere Informa­tionsformen wie Tabellen, Grafiken und Diagramme sollten sie inzwischen bei Vorent­lastung durch das entsprechende Vokabular verstehen und die Aussagen in englischer Sprache verbalisieren können.

Auf fachlich-inhaltlichem Gebiet haben sie Grundlagenkenntnisse der physischen und anthropogenen Geographie erworben und sollten durch die Behandlung einfacher, aber grundlegender Systeme der Erde nun in der Lage sein, sich mit fremden Kulturen bei gleichzeitiger kritischer Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und Gesellschaft auseinanderzusetzen. Als Bezugskulturen treten die USA (in 9) und Großbritannien (in 10) aufgrund der im Englischunterricht erarbeiteten landeskundlichen Grundlagen zwar etwas in den Vordergrund, ändern aber nichts am hohen Stellenwert der anderen Raumbeispiele wie China, Nigeria (in 9) und Spanien (in 10). Zu Beginn der Jahrgangs­stufe 9 erfolgt die schrittweise Erarbeitung des eigenen Heimatraumes und ihre sprachliche Umsetzung ins Englische, die besonders im Hinblick auf Schulpartnerschaften, Austauschaktivitäten, interkulturelle Projekte u.Ä. sinnvoll ist.

Der bilinguale Erdkundeunterricht in der Klassenstufe 10 unterscheidet sich insofern von dem der Mittelstufe, als er die Basis für den problemorientierten Oberstufenunterricht schaffen muss. So enthält er eine Fülle von Fachbegriffen und Grundlagen, aus denen der Lehrende je nach Klassensituation, nach aktueller Situation und nach eigener Materialienlage ein bis drei Bereiche, Faktoren, Begriffe auswählen muss.

Eine große Rolle muss die Festigung des fremdsprachlich erarbeiteten Wissens spielen, die nur dadurch zu erlangen ist, dass zu jeder passenden Gelegenheit auf bereits Erlerntes systematisch zurückgegriffen und anschließend darauf aufgebaut wird.

Der zeitliche Rahmen umfasst wie im bilingualen Erdkundeunterricht der Klassenstufen 7 und 8 wieder nur gut Zweidrittel der vorhandenen Unterrichtsstunden, so dass je nach Dauer des Schuljahres eine beachtliche Anzahl von Unterrichtsstunden übrig bleibt, die frei verplant werden kann. Gerade für Formen des interkulturellen Lernens (Diskussionsrunden, Planspiele, Rollenspiele) und den Einsatz von Computern und neuen Medien wird dieser Freiraum benötigt werden.
Inzwischen ist das Mannlich Gymnasium hervorragend mit englischen Erdkundebüchern, geografischen Videofilmen, CD-Roms, DVDs, Atlanten, Wandkarten usw. ausgestattet.

Viele Gespräche über den bilingualen Zweig, die in Fachsitzungen oder in informellen Kreisen geführt werden, zeigen, dass sich der bilinguale Zug zu einem festen Bestandteil unserer Schule entwickelt hat. Auch pflegt das Mannlich Gymnasium einen regen, sehr ergiebigen Erfahrungs- und Materialaustausch mit den beiden saarländischen Gymnasien, die ebenfalls dabei sind, einen bilingualen Zweig mit der Arbeitssprache Englisch aufzubauen.

Friedel Böhnlein
(Englisch, Erdkunde und Bilinguale Erdkunde)