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SZ 22.11.2011 "Juniorunternehmen"


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Elternsprechtag am Samstag, den 11.02.2012.

   
 
 


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Sitzkugeln und kniende Soldaten


Kunstleistungskurs stellte seine kreativen Sitzobjekte in Homburg vor

Ob bunt oder weiß, ob Glas und Kohlefaser oder zerknülltes Zeitungspapier: Was die Schüler des gemeinsamen Kunstleistungskurses des Homburger Saarpfalz- und des Mannlich-Gymnasiums schufen, sind nicht nur Sitzobjekte. Es sind vielmehr Skulpturen mit offensichtlichen und versteckten Botschaften.


Bunt sind sie, schrill, witzig, tiefsinnig und in jedem Fall echte Hingucker: Die Sitzobjekte des aktuellen gemeinsamen Kunstleistungskurses der Oberstufe 13 des Homburger Saarpfalz- und des Mannlich-Gymnasiums. Jetzt stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Werke am Saarpfalz-Gymnasium vor, sorgsam betreut durch die Lehrerin des Leistungskurses, Annette Grund (wir berichteten). Die verdeutlichte die Zielsetzung: „Es war in der Umsetzung weniger entscheidend, dass man auf den Objekten wirklich sitzen kann. Es ging in erster Linie um den künstlerischen Aspekt.“

Und so waren zwar alle Ausstellungsstücke eindeutig als zumindest theoretische Sitzgelegenheit zu identifizieren, nicht wenige entfernten sich jedoch hin zu inhaltlich angefüllten Skulpturen mit einer Vielzahl von offensichtlichen und versteckten Botschaften - so wie ein am Stuhl kniender Soldat, ein mehrschichtiges Ebenbild des Krieges mit all seinem Leid. Andere wählten eine Couch als zentralen Ort des täglichen Lebens und ließen Gewöhnliches wie die obligatorische Tüte Chips zu einem symbiotischen Teil ihres Werkes werden.

Doch auch andere, ganz praktische Wege wählten die Leistungskursteilnehmer, so wie Irina Weber, die sich mit modernen Werkstoffen dem Thema näherte. „Ich habe über einen Bekannten die Möglichkeit gehabt, mit Glas- und Kohlefaser zu arbeiten. Das war ein ziemlich großer Aufwand. Ich wollte aber auf jeden Fall eine solche Sitzkugel haben. Also haben  wir das gemacht.“ Das Ergebnis von Irinas Arbeit kann sich sehen lassen, ihr Werk würde auch ohne Mühe so manche Ausstellungsfläche eines Möbelhauses zieren. Da wird ihre Sitzkugel zwar wohl nicht landen, einen Platz in Irinas Wohnumfeld aber hat sie sicher.

Einen eher zeitgeistig-künstlerischen Ansatz wählte Thomas Scherer: Seinen Küchenstuhl zieren unzählige, zerknüllte Zeitungsausschnitte. „Meine Arbeit soll den Informationsfluss unserer heutigen Gesellschaft verdeutlichen. Was heute noch echte Information ist, ist morgen schon Müll.“

Annette Grund zeigte sich angesichts der Präsentation der Werke und den Ausführungen der Schüler zu ihren Arbeiten sichtlich positiv beeindruckt. „Das ist das Ergebnis von 13 Jahren Schule.“


> Download: Pressebericht (SZ 13.03.2008)