Der Glaube an eine florierende Wirtschaft in Deutschland scheint immer mehr verloren zu gehen. Verständlich, wenn man tagtäglich Überschriften in der Zeitung lesen muss, wie diese: „Unternehmergeneration stirbt aus!“, „Weiterer Kleinunternehmer meldet Insolvenz“ oder „ Firma X entlässt 1000 Mitarbeiter“. Doch diesem Trend strebt das Projekt JUNIOR vom Institut der deutschen Wirtschaft entgegen.
Das Projekt gibt Schülern der Klassen 9-12 die Möglichkeit im Laufe eines Schuljahres ein Schülerunternehmen zu gründen. Damit fördert JUNIOR neben den Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit auch das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und stärkt dabei die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Jugendlichen. Im Projektrahmen erleben die Schüler die Gründungs- und Auflösungsphase ihrer Aktiengesellschaft. Dazwischen müssen sie sich mit ihrer Geschäftsidee auf dem realen Markt behaupten. Aus der Begeisterung für dieses Projekt heraus hat sich das JUNIOR Ehemaligen-Netzwerk (JENZ) gegründet.
Die selbst noch jungen Mitglieder dieses Netzwerkes haben im Christian von Mannlich Gymnasium zum 2.Mal im Saarland eine Auftaktveranstaltung namens „Start-it!“ organisiert und geleitet. An diesem Workshopnachmittag nahm das neu gegründete Schülerunternehmen „Faym’us“ des Christian von Mannlich Gymnasiums teil. Diese möchten im laufenden Schuljahr T-Shirts individuell bedrucken. Die Ehemaligen konzipierten ein Programm, um die Schüler auf die ersten Schritte in der Wirtschaftswelt vorzubereiten. Themen wie Marketingstrategie, Buchhaltung und Präsentationstechnik standen im Vordergrund. Mit Begeisterung nahmen die Jungunternehmer die Anregungen der fünf Referenten auf.
Dieses Interesse und die Lust auf unternehmerische Selbstständigkeit lassen doch optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands blicken.
Ricarda Staab & Tobias Dörpinghaus