Scherer Norman (2005):
Der Freie Wille
Die Arbeit bezieht sich auf die kommunikative Existenztheorie Burkhart Heims und versucht ausgehend von dessen kausal bestimmtem, deterministischem Weltbild Bewusstsein und Illusion des „Freien Willens" zu deuten. Spekulationen über den Einfluss von Wahrnehmung und damit assoziierten emotionalen Zuständen führen zu der Ansicht, dass bei hohem Maß an Komplexität Rückkoppelungseffekte entstehen, die durch Veränderungen des Hirnstoffwechsels, nämlich Bildung einer Art „Hirnhormone" stofflich wirksam werden.
Die Arbeit wurde mit einem Sonderpreis belohnt.
Haselmann Anne-Kathrin, Jung Julia (2005):
Buntfarbigkeit als Bestäubungsstrategie Die Arbeit zeigt, dass bei drei angeblich eindeutigen „Hummelpflanzen", dem knolligen Lerchensporn, dem Purpurfingerhut und dem drüsigen Springkraut, die Bienenpurpureinfarbigkeit aufgegeben wurde und gemischte Populationen mit hellfarbigen Varianten vorkommen. Die Vermutung, dass es sich dabei um eine Strategie handelt, Nachtfalter in das Bestäubungsgeschäft einzubinden, konnte durch Nachtfänge eindeutig bestätigt werden. Die Ergebnisse von Tagesabdeckungsversuchen deuten darauf hin, dass die Falterbesuche wetterbedingte Ausfälle bei der Fruchtbildung, die durch Wegfall von Hummelbesuchen verursacht wurden, ausgleichen.
Die Arbeit erreichte den dritten Platz auf Landesebene.
Rasumov Nikon (2004):
Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie zur Bestimmung der Gedächtnispotenz Die Arbeit untersucht die Aktivität der Gehirne von Mitschülern beim Erlernen unbekannter Vokabeln. Sie zeigt, dass gute Lerner mit der akkustischen Speicherung im phonologischen Gedächtnis effizienter arbeiten, als schlechte Lerner, die mehrkanalig strukturieren. Dies ist auch an Schulleistungen erkennbar.
Die Arbeit konnte sich sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene auf Rang eins platzieren!!!
Wenzel Annika, Meleschko Michèle, Roth Anna (2004):
Schwarzfleckigkeit beim Aronstab
Die Arbeit beschäftigt sich mit Schwarzfärbungen auf Blättern im Pflanzenreich. Sie zeigt, dass diese entweder auf Pilzbefall zurückgehen, oder durch eine enzymatische Reaktion mit der Bildung von Gerbstoffen hervorgerufen werden. Der Aronstab nimmt eine Sonderstellung ein, er arbeitet mit einem physikalischen Trick: Rotviolette Vakuolenfarbstoffe werden in die grüne Palisaden- und Schwammschicht eingelagert, so dass sich eine Art Totalabsorption ergibt.
Die Arbeit erreichte den dritten Platz auf Landesebene.
Alkassar Eyad (2002):
Evolutionäre Strategien Die Arbeit versucht mit Rechnermodellen sich Vorgängen der Evolution in der Natur anzunähern. Durch Abänderung wichtiger bekannter Parameter wie Populationsgröße, Mutationsrate, Selektionsdruck gelingt es neue, nicht oder wenig bekannte Zusammenhänge dieser Faktoren sichtbar zu machen und als Forschungshypothese zu formulieren. In einem weiteren Modell kann gezeigt werden, dass lernende Systeme unterschiedliche Lösungsstrategien wie Symbiose oder Parasitismus selbst generieren. Die Verallgemeinerung des Modells liefert interessante Ausblicke auf die Zukunft.
Die Arbeit erreichte den ersten Platz auf Landesebene und in Darmstadt auf Bundesebene Platz vier.
Özbek Elisa (2001):
Milchglaseffekt bei Schattenpflanzen mit besonderem Blattmuster
Die Arbeit untersucht ein besonderes weißliches Blattzeichnungsmuster, das für eine ganze Reihe verschiedener Pflanzen nachgewiesen wird. Im lichtmikroskopischen Nachweis wird als gemeinsame Ursache eine reflektierende Luftschicht unter der Oberhaut ausfindig gemacht. Die Diskussion der verschiedenen, in der Literatur geäußerten Hypothesen über den Zweck der Zeichnungsmuster lässt eine Signalwirkung in Verbindung mit der Giftigkeit der Belegpflanzen am Wahrscheinlichsten erscheinen.
Die Arbeit wurde als Landesbeste ausgezeichnet.
Omlor Johanna, Schiefner Mandy (2000):
Inwieweit hat Holzberieselung einen Einfluss auf den Nitrat-Gehalt des Grundwassers ?
Die Arbeit untersucht, inwieweit und ob der Nitratgehalt von Wasser durch Berieselung verschiedener Holzarten verändert wird. Die Idee dazu ging auf eine Vermutung der Homburger Wasserwerke zurück, bei den Berieselungen der Holzvorräte nach den Orkanen Wiebke und Vivian 1990 sei eventuell eine Senkung dieses Wertes zu beobachten gewesen. In den Labors der Stadtwerke konnten jedoch in mehreren Probeläufen keine signifikanten Trends nachgewiesen werden.
Die Arbeit erreichte einen zweiten Platz auf Landesebene.
Hartmann Yvonne, Hessenauer Andrea, Schmalz Andreas (1996):
Rollverhalten und Anatomie des Bambusblattes
Die Arbeit untersucht die auffallende Zusammenrollbewegung der Bambusblätter bei anhaltender Trockenheit.
In mikroskopischer Feinarbeit konnte die anatomische Ursache in der mechanischen Schrumpfung besonderer Blasenzellreihen der Blattoberhaut gefunden werden. Es handelt sich demnach um keinen physiologischen, sondern um einen praktisch rein physikalischen Vorgang, der allerdings durch die Verringerung der verdunstenden Oberfläche einen Welkeschutz darstellt.
Die Arbeit erreichte einen zweiten Platz auf Landesebene